Nepal Trekking

Trekking in Nepal

Bodnath

Die große Stupa von Bodnath.

Mit acht der zehn höchsten Gipfel der Welt und einer einzigartigen Naturlandschaft, die nur zu Fuß erkundet werden kann, ist Nepal nicht nur eines der beeindruckendsten Länder Asiens, sondern auch geradezu wie gemacht für Trekking. Dank einer besonders auf Trekking ausgerichteten Infrastruktur eignet sich Nepal als Reiseziel für Menschen aller Altersklassen und Fähigkeiten, die Wert auf eine authentische Naturerfahrung legen, ohne dabei bei Sicherheit und Versorgung Abstriche machen zu wollen.

Reisevorbereitung

Vor jeder gelungenen Reise steht eine gründliche Vorbereitung. Auch wenn Nepal äußerst sicheres und vergleichsweise unkompliziertes Reiseziel ist, gilt es im Vorfeld einiges zu beachten.

Einreisebestimmungen und Trekking-Genehmigungen

Für die Einreise nach Nepal ist ein noch mindestens ein halbes Jahr gültiger Reisepass sowie ein Touristenvisum erforderlich. Visa können bereits vor der Reise bei der nepalesischen Botschaft beantragt werden, sind aber auch direkt bei der Ankunft am Flughafen in Kathmandu erhältlich. Dazu musst du lediglich ein Antragsformular ausfüllen und eine Gebühr bezahlen. Deren Höhe ist abhängig von der geplanten Dauer des Aufenthalts und der Anzahl der Ein- und Ausreisen ins Land. Außerdem ist es sinnvoll, wenn du eine größere Zahl von Passbildern mitbringst. Zwar können auch im Flughafen Fotos in passender Größe gemacht werden, aber du benötigst sie ohnehin für die Trekking-Genehmigungen. Diese sind in allen Gebieten erforderlich, die nicht in dem Visum selbst aufgeführt sind. Du erhältst die Trekking-Genehmigungen beim Einwanderungsbüro in Kathmandu. Auch bei ihnen ist die Gebühr abhängig von der Aufenthaltsdauer sowie dem jeweiligen Gebiet. Du solltest nicht versuchen, dich ohne die passenden Genehmigungen auf den Weg zu machen, da es in Nepal zahlreiche Kontrollen gibt und die Strafen recht hoch sind.

Reisezeit

Als beste Reisezeiten für Nepal gelten die Monate von März bis Juni und von September bis November. In dieser Zeit ist das Wetter in der Regel trocken und mild. Am schönsten ist es im Herbst nach dem Monsun, da in dieser Zeit die Luft besonders klar ist. Das ist besonders dann wichtig, wenn du nicht nur wandern, sondern auch beeindruckende Fotos schießen willst. Auch im Winter ist der Himmel oft strahlend blau, aber da die Temperaturen in dieser Jahreszeit oft unter dem Gefrierpunkt liegen und viele Pässe geschlossen sind, sollten dann nur sehr erfahrene Reisende das Land erkunden. Die Monsunzeit im Sommer ist wegen der Hitze und Feuchtigkeit für Trekking eher ungeeignet.

Hygiene und Gesundheit

Wie in den meisten asiatischen Ländern ist in Nepal kein europäischer Sauberkeitsstandard zu erwarten. Du solltest dich deshalb an die üblichen Vorsichtsmaßnahmen halten und nur gründlich durchgegarte Speisen zu dir nehmen. Auf rohes Obst solltest du verzichten und vor dem Essen möglichst gründlich die Hände waschen, um Übertragungsrisiken zu verringern. Wasser sollte nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Zähneputzen stets abgekocht werden, da du dich sonst mit Würmern und verschiedenen Darmerkrankungen infizieren kannst. Impfungen sind für Nepal nicht vorgeschrieben, können aber individuell sinnvoll sein. Am besten lässt du dich vor der Reise von deinem Arzt beraten.

Ausrüstung und Vorräte

Welche Ausrüstung du benötigst, ist natürlich abhängig von der Reisezeit und der Gegend, die du erkunden willst. Am wichtigsten ist gutes und passendes Schuhwerk sowie dem Klima angepasste Kleidung in ausreichender Zahl. Auch ein stabiler und geräumiger Rucksack sowie ein warmer Schlafsack gehören zur Grundausrüstung. In Kathmandu kannst du allerdings noch problemlos Ergänzungskäufe tätigen, da sich zahlreiche Geschäfte auf Trekking-Reisende spezialisiert haben. Auch Gegenstände des alltäglichen Bedarfs wie Seife und Toilettenpapier sowie Lebensmittel kannst du vor Ort kaufen. Nur auf abgelegeneren Strecken kann es sinnvoll sein, größere Vorräte mitzunehmen.

Reiseapotheke

Unverzichtbar dagegen ist eine gute Reiseapotheke, die du schon bei der Einreise dabei haben solltest. Zu ihr gehören auf jeden Fall:
  • Desinfektionsmittel
  • Verbandsmaterial
  • Insektenschutzmittel
  • Sonnenschutzmittel
  • Erkältungsmittel
  • Schmerzmittel
  • Breitbandantibiotika
  • Mittel gegen Durchfall
  • Wasserentkeimungstabletten
Weitere Empfehlungen, die auf deine persönliche Konstitution und Krankheitsgeschichte abgestimmt sind, kann dir ebenfalls dein Arzt geben.

Unterkunft

Auch abseits der Hauptstadt ist das Wegenetz in Nepal sehr gut ausgebaut. In regelmäßigen Abständen befinden sich entlang dieser Wege Teehäuser, die oft über angeschlossene Unterkünfte verfügen. Du musst also beim Trekking nicht unbedingt in der freien Natur nächtigen. Da die Zimmer meist nicht beheizt werden und Bettwäsche in der Regel nicht gestellt wird, ist auch dann ein Schlafsack notwendig, wenn du ausschließlich in Teehäusern unterkommen möchtest. Hotels oder Gästehäuser im eigentlichen Sinn sind allerdings eher selten zu finden. Camping dagegen ist fast im ganzen Land möglich und unterliegt kaum Beschränkungen.

Verantwortungsbewusstes Trekking

Selbst in Gegenden, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade liegen, stellt Umweltverschmutzung inzwischen ein großes Problem dar. Achte deshalb darauf, nach einer Rast deinen Müll wieder einzupacken und mitzunehmen. Entlang aller Routen gibt es immer wieder Möglichkeiten, Abfälle aller Art zu entsorgen. Einwegverpackungen solltest du nach Möglichkeit aber trotzdem meiden, da das Land mit den anfallenden Müllmengen überfordert ist. Außerdem solltest du Nepal nur mit allen notwendigen Genehmigungen und offiziell lizenzierten Führern erkunden, da die Einnahmen direkt dem Erhalt der Nationalparks und der notwendigen Infrastruktur zugute kommen.

Trekkingregionen in Nepal

Auch wenn die jeweiligen Trekkingstrecken natürlich alle ihre Besonderheiten zu bieten haben, lässt sich Nepal grob in fünf Regionen einteilen. In jeder dieser Regionen sind Strecken in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden und von unterschiedlicher Dauer zu finden.

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Everest-Region

Am bekanntesten ist natürlich nicht nur in Sachen Trekking die Region um den Mount Everest. Nachdem das Gebiet lange Zeit für Reisende fast völlig verschlossen war, wurde die Infrastruktur in den letzten Jahren hervorragend ausgebaut. Neben anspruchsvollen Trekkingrouten rund um den höchsten Berg der Welt und grandiosen Ausblicken auf das Gokyo-Tal ist hier auch ein Abstecher zu dem Kloster Tengboche möglich, wo du einen Einblick in das Mönchsleben und die Kultur der Sherpa bekommen kannst.

Zentrale Region

Das Gebiet um Kathmandu herum eignet sich ganz besonders, wenn du Trekking mit einem Bildungsurlaub verbinden möchtest. Von der Hauptstadt aus führen zahlreiche kürzere Routen durch die Hügel und Täler, die dir noch genug Zeit lassen, um Land und Leute und vor allem die einzigartige Kultur gründlich kennenzulernen.

Annapurna-Region

Ausgehend von Pokhara bietet die Region um den Annapurna besonders vielfältige Trekkingmöglichkeiten, von gut ausgebauten Wegen, die auch für Anfänger leicht zu bewältigen sind, bis hin zu anspruchsvollen Strecken in abgelegenen Tälern und von tropischem Dschungel über Rhododendronwälder bis hin zu faszinierenden Hochgebirgspanoramen. Besonders interessant sind hier auch Besuche in den Dörfern, deren Kultur stark von Tibet beeinflusst ist.

Ost-Nepal

Abseits der üblichen Trekkingstrecken gelegen bietet diese Region ein besonderes Naturerlebnis. Der Makalu-Nationalpark an der Grenze zu Tibet ist nicht nur das einzige Naturschutzgebiet der Welt, das einen Höhenunterschied von 8000 Metern aufweist, sondern er bietet auch eine große Artenvielfalt und einen unvergleichlichen Blick auf das Dach der Welt.

West-Nepal

Diese Region ist bislang noch nahezu unerschlossen und nur etwas für echte Trekking-Enthusiasten. Auf menschenleeren Routen können hier die noch gänzlich unberührte Natur und auch der größte See Nepals erkundet werden.

Fazit zum Trekking in Nepal

Dank der vielfältigen Natur und der gut ausgebauten Infrastruktur kommt Nepal den unterschiedlichsten Bedürfnissen entgegen. Trekking-Einsteiger können problemlos die ersten Erfahrungen sammeln und dabei das beeindruckende Bergpanorama genießen, und selbst echte Profis finden hier immer wieder neue Herausforderungen. Alle Trekkingtouren bieten genügend Spielraum für persönliche Wünsche und individuelle Aktivitäten, so dass dein Urlaubserlebnis garantiert einzigartig und unvergesslich wird.

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